"Der Mensch hat dreierlei Wege
klug zu handeln: durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Erfahrung der bitterste."
Konfuzius  
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Berufsbegleitende Zusatzqualifikation
„Zertifizierter Selbstbehauptungs-Trainer für Jungen"

Gewalterfahrungen sind keine Ausnahmen im Alltag von Kindern und Jugendlichen. Besonders Jungen geraten öfter in Gefahrensituationen und müssen schon früh mit Bedrohungen umgehen lernen. Der Schutz vor Gewaltübergriffen ist oberste Priorität der pädagogischen Betreuung. Werden Sie Selbstbehauptungs-Trainer und machen Sie die Jungen stark gegen Anfechtungen und Anfeindungen in alltäglichen Konflikt- und Bedrohungssituationen sowie gegen sexuelle Übergriffe! Das wesentliche Ziel des Selbstbehauptungstrainings ist die Prävention. Die Jungen erhalten Handlungsalternativen jenseits traditioneller Rollenklischees und alltagspraktische Hilfen zur Bewältigung problematischer Situationen. Sie haben durch das Training die Gelegenheit, geschlechtsdifferenziertes Verhalten und Täter-Opfer-Erfahrungen zu reflektieren. Die Zusatzausbildung richtet sich an männliche pädagogische Fachkräfte mit Interesse und Spaß an der geschlechtsdifferenzierten Arbeit mit Jungen. Die Ausbildung befähigt, eigenständig Selbstbehauptungstrainings für Jungen anzubieten. Erarbeiten Sie sich praxisnahe Methoden zur Vermittlung einer Handlungsvielfalt in Gefahrensituationen. Die Kursinhalte werden regelmäßig mit den Ausbildungsteilnehmern in der Gruppenpraxis erfahren, analysiert und gelernt. Hierbei werden auch „Tricks" für den Erstkontakt mit der zukünftigen Jungengruppe ausprobiert.

Inhalte der Seminarblöcke:
Theoretischer Hintergrund und Überblick zum Selbstbehauptungstraining für Jungen
Einführung in die Praxis von Jungenarbeit/Grundlagen zur Jungensozialisation
Funktionen und Erscheinungsformen von Aggression und Gewalt/geschlechtsspezifische Aspekte
Sexualpädagogische Grundlagen/Prävention sexuellen Missbrauchs
Elemente des Selbstbehauptungstrainings für Jungen/Praktische Erprobung
Selbstverteidigung als Mittel zur Abwehr und Stärkung der Selbstbehauptung
Umsetzung des Selbstbehauptungstrainings für Jungen in die Praxis und Evaluation

Das oberste Ziel der ZA ist die Ausbildung zum „Zertifizierten Selbstbehauptungs-Trainer für Jungen" und die Qualifizierung, eigenständig Selbstbehauptungstrainings für Jungen durchführen zu können. Den Teilnehmern werden fundierte Grundlagen für die Theorie und Praxis der geschlechtsspezifischen Jungenarbeit vermittelt. Die Elemente des Trainings können in verschiedensten Arbeitszusammenhängen, die geschlechtsdifferenziert orientiert sind, angewandt werden. Die Teilnehmer erwerben gewaltvermeidende Handlungsstrategien in bedrohlichen Situationen. Es werden theoretische Grundlagen aus den Bereichen Jungenarbeit, Gewaltprävention, Elternarbeit und Prävention sexueller Gewalt vermittelt. Den Teilnehmern der ZA wird ein breites Wissensspektrum vermittelt und ein Fächer an Methoden an die Hand gegeben, um mit unterschiedlichsten Altersgruppen in verschiedenen sozialen Zusammenhängen arbeiten zu können.


Bestandteile der ZA und Zertifizierung
Diese Zusatzausbildung ist praxis- und erlebnisorientiert. Um zur Zertifizierung zugelassen zu werden, ist daher das eigene Ausprobieren und Erleben in der Praxis notwendig. Die Zusatzausbildung umfasst folgende Bestandteile: 14 Tage Seminar; ein Tag Supervision; zwei Tage Intervision; zwei Hospitationen in einem Jungen-Selbstbehauptungstraining; Hausarbeit; Kolloquium. Das Zertifikat erstellt das Institut für Fort- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung (IF) der Katholischen Stiftungsfachhochschule München.


Die Referenten

Fachliche Leitung: Andreas Schmiedel (Dipl.-Sozialpädagoge (FH))
Er entwickelte dieses Selbstbehauptungstraining für Jungen und greift auf eine langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie dem Arbeitsschwerpunkt Jungenarbeit zurück. Er ist als Selbstbehauptungstrainer für Jungen sowie als Fortbildner und Fachreferent zu Themen der Jungen- und Männerarbeit.

Als Gastreferenten werden zu einzelnen Themen hinzugezogen:
Prof. Dr. Bernhard Lemaire / Christoph Liel / Gregor Prüfer M.A. / Sebastian Kempf / Klaus Schwarzer (Supervision)

Die Kooperationspartner
IF der Katholischen Stiftungsfachhochschule München
Stadtjugendamt München / Beauftragter für Belange von Jungen und jungen Männern
Die Ausbildung wird durch einen Fachbeirat mit Experten aus dem Feld der Jungenarbeit begleitet.


Zugangsvoraussetzungen zur ZA
Die Zusatzausbildung richtet sich an männliche pädagogische Fachkräfte, z.B. in der Aktuelle Seminarangebote, an Lehrer, an Therapeuten, oder auch an freiberufliche Trainer oder Fortbildner. Sie sollten Interesse an der jungenspezifischen Arbeit haben und mindestens drei Jahre Berufserfahrung vorweisen können. Bei Interesse an der Zusatzausbildung können Sie gerne eine ausführliche Ausschreibung bei INPUT anfordern.


Organisatorisches

Kursleitung:
Andreas Schmiedel (Dipl.-Sozpäd FH) hat langjährige Erfahrung in der geschlechtsspezifischen Jungenarbeit und verfügt über Kenntnisse aus dem Kampfsport (Taekwondo, Karate).

Beginn der Ausbildung: 2010
Voraussetzungen: Fachliche Ausbildung und dreijährige Berufstätigkeit

Bewerbung: schriftliche Bewerbung mit Erläuterung des persönlichen Interesses und Lebenslauf; Nachweis des Fachabiturs, der fachlichen Ausbildung und dreijährigen Berufstätigkeit Kosten: 1790,- EUR einschließlich Seminarkosten, Supervision und Zertifikat; zahlbar in zwei Raten

Umfang/Dauer : 16 Tage verteilt auf eineinhalb Jahre
Beginn : 2010
Kosten : noch offen

Ausführliche Informationen erhalten Sie auf Anfrage bei:
INPUT e.V., Sandstr. 41, 80335 München, Tel. (089)29160463

zum Kontaktformular

 
     
     
INPUT e.V. | Sandstr. 41 | 80335 München | fon 089.291.604.63 | fax 089.291.344.5 | mail info@inputseminare.de