Berufsbegleitende
Zusatzqualifikation
„Zertifizierter Selbstbehauptungs-Trainer
für Jungen"
Gewalterfahrungen
sind keine Ausnahmen im Alltag von
Kindern und Jugendlichen. Besonders
Jungen geraten öfter in Gefahrensituationen
und müssen schon früh mit
Bedrohungen umgehen lernen. Der Schutz
vor Gewaltübergriffen ist oberste
Priorität der pädagogischen
Betreuung. Werden
Sie Selbstbehauptungs-Trainer und
machen Sie die Jungen stark gegen
Anfechtungen und Anfeindungen in alltäglichen
Konflikt- und Bedrohungssituationen
sowie gegen sexuelle Übergriffe!
Das wesentliche Ziel des Selbstbehauptungstrainings
ist die Prävention. Die Jungen
erhalten Handlungsalternativen jenseits
traditioneller Rollenklischees und
alltagspraktische Hilfen zur Bewältigung
problematischer Situationen. Sie haben
durch das Training die Gelegenheit,
geschlechtsdifferenziertes Verhalten
und Täter-Opfer-Erfahrungen zu
reflektieren. Die
Zusatzausbildung richtet sich an männliche
pädagogische Fachkräfte
mit Interesse und Spaß an der
geschlechtsdifferenzierten Arbeit
mit Jungen. Die Ausbildung befähigt,
eigenständig Selbstbehauptungstrainings
für Jungen anzubieten. Erarbeiten
Sie sich praxisnahe Methoden zur Vermittlung
einer Handlungsvielfalt in Gefahrensituationen.
Die Kursinhalte werden regelmäßig
mit den Ausbildungsteilnehmern in
der Gruppenpraxis erfahren, analysiert
und gelernt. Hierbei werden auch „Tricks"
für den Erstkontakt mit der zukünftigen
Jungengruppe ausprobiert.
Inhalte
der Seminarblöcke:
Theoretischer Hintergrund und Überblick
zum Selbstbehauptungstraining für
Jungen
Einführung in die Praxis von
Jungenarbeit/Grundlagen zur Jungensozialisation
Funktionen und Erscheinungsformen
von Aggression und Gewalt/geschlechtsspezifische
Aspekte
Sexualpädagogische Grundlagen/Prävention
sexuellen Missbrauchs
Elemente des Selbstbehauptungstrainings
für Jungen/Praktische Erprobung
Selbstverteidigung als Mittel zur
Abwehr und Stärkung der Selbstbehauptung
Umsetzung des Selbstbehauptungstrainings
für Jungen in die Praxis und
Evaluation
Das
oberste Ziel der ZA ist die Ausbildung
zum „Zertifizierten Selbstbehauptungs-Trainer
für Jungen" und die Qualifizierung,
eigenständig Selbstbehauptungstrainings
für Jungen durchführen zu
können. Den Teilnehmern werden
fundierte Grundlagen für die
Theorie und Praxis der geschlechtsspezifischen
Jungenarbeit vermittelt. Die Elemente
des Trainings können in verschiedensten
Arbeitszusammenhängen, die geschlechtsdifferenziert
orientiert sind, angewandt werden.
Die Teilnehmer erwerben gewaltvermeidende
Handlungsstrategien in bedrohlichen
Situationen. Es werden theoretische
Grundlagen aus den Bereichen Jungenarbeit,
Gewaltprävention, Elternarbeit
und Prävention sexueller Gewalt
vermittelt. Den Teilnehmern der ZA
wird ein breites Wissensspektrum vermittelt
und ein Fächer an Methoden an
die Hand gegeben, um mit unterschiedlichsten
Altersgruppen in verschiedenen sozialen
Zusammenhängen arbeiten zu können.
Bestandteile der ZA und Zertifizierung
Diese Zusatzausbildung ist
praxis- und erlebnisorientiert. Um
zur Zertifizierung zugelassen zu werden,
ist daher das eigene Ausprobieren
und Erleben in der Praxis notwendig.
Die Zusatzausbildung umfasst folgende
Bestandteile: 14 Tage Seminar; ein
Tag Supervision; zwei Tage Intervision;
zwei Hospitationen in einem Jungen-Selbstbehauptungstraining;
Hausarbeit; Kolloquium. Das Zertifikat
erstellt das Institut für Fort-
und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung
(IF) der Katholischen Stiftungsfachhochschule
München.
Die Referenten
Fachliche
Leitung: Andreas Schmiedel
(Dipl.-Sozialpädagoge (FH))
Er
entwickelte dieses Selbstbehauptungstraining
für Jungen und greift auf eine
langjährige Erfahrung in der
Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
sowie dem Arbeitsschwerpunkt Jungenarbeit
zurück. Er ist als Selbstbehauptungstrainer
für Jungen sowie als Fortbildner
und Fachreferent zu Themen der Jungen-
und Männerarbeit.
Als
Gastreferenten werden zu einzelnen
Themen hinzugezogen:
Prof.
Dr. Bernhard Lemaire / Christoph Liel
/ Gregor Prüfer M.A. / Sebastian
Kempf / Klaus Schwarzer (Supervision)
Die Kooperationspartner
IF
der Katholischen Stiftungsfachhochschule
München
Stadtjugendamt
München / Beauftragter für
Belange von Jungen und jungen Männern
Die
Ausbildung wird durch einen Fachbeirat
mit Experten aus dem Feld der Jungenarbeit
begleitet.
Zugangsvoraussetzungen zur
ZA
Die
Zusatzausbildung richtet sich an männliche
pädagogische Fachkräfte,
z.B. in der Aktuelle Seminarangebote,
an Lehrer, an Therapeuten, oder auch
an freiberufliche Trainer oder Fortbildner.
Sie sollten Interesse an der jungenspezifischen
Arbeit haben und mindestens drei Jahre
Berufserfahrung vorweisen können.
Bei
Interesse an der Zusatzausbildung
können Sie gerne eine ausführliche
Ausschreibung bei INPUT anfordern.
Organisatorisches
Kursleitung:
Andreas Schmiedel (Dipl.-Sozpäd
FH) hat langjährige Erfahrung
in der geschlechtsspezifischen Jungenarbeit
und verfügt über Kenntnisse
aus dem Kampfsport (Taekwondo, Karate).
Beginn
der Ausbildung: 2010
Voraussetzungen:
Fachliche Ausbildung und dreijährige
Berufstätigkeit
Bewerbung:
schriftliche Bewerbung mit Erläuterung
des persönlichen Interesses und
Lebenslauf; Nachweis des Fachabiturs,
der fachlichen Ausbildung und dreijährigen
Berufstätigkeit Kosten:
1790,- EUR einschließlich Seminarkosten,
Supervision und Zertifikat; zahlbar
in zwei Raten
Umfang/Dauer
: 16 Tage verteilt auf eineinhalb
Jahre
Beginn : 2010
Kosten : noch offen
Ausführliche
Informationen erhalten Sie auf Anfrage
bei:
INPUT e.V., Sandstr. 41, 80335 München,
Tel. (089)29160463
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Kontaktformular
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