"Die Welt ist nicht, wie sie ist, sondern wie wir sind."
E. von Hirschhausen  
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Erzieherische Kompetenz:
Schulverweigerer fallen nicht vom Himmel! – Ursachen und Interventionsstrategien
Bis heute ist der Umgang mit Schulversäumnissen auf Seiten der Schulen weitgehend durch Resignation geprägt. Auskunft über Umfang und Verteilung von Schulversäumnissen sind kaum gegeben. Eine Auswertung der Eintragungen in Schülerbögen und Klassenbücher auf der Schulebene erfolgt so gut wie nie. Entschuldigungen, und seien sie auch noch so fragwürdig, werden selten kritisch überprüft.

Dabei ist der regelmäßige Schulbesuch ganz unbestreitbar ein wesentliches Qualitätsmerkmal einer guten Schule. Gehäufte Schulversäumnisse bei einzelnen Schülern bedeuten für diese zudem ein erheblich erhöhtes Risiko schulischen Scheiterns und damit zugleich erhebliche Risiken für einen gelingenden Zugang zum Beschäftigungssystem und damit für die Integration in die Erwachsenengesellschaft. Die Folgen gehäufter Schulversäumnisse treffen nicht nur den Einzelnen, sondern sind auch mit erheblichen Belastungen für die Gesellschaft verbunden, z.B. Kosten für berufsvorbereitende Maßnahmen oder Sozialleistungen, die in besonders hohem Maße für die Nicht- und Gering-Qualifizierten anfallen.

Dies hat in jüngster Zeit zu einigen Initiativen zur Reduzierung von Schulversäumnissen in Deutschland geführt. Auch die Landeshauptstadt München hat des Thema aufgegriffen und die Einrichtung einer Arbeitsgruppe initiiert, in der gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt, dem Schulreferat und dem Jugendamt Maßnahmen und Konzepte zur Reduzierung von Schulversäumnissen insbesondere in Hauptschulen erarbeitet werden.
Inhalte: Ziele:
In der Veranstaltung soll es darum gehen,

die Erfahrungen der Teilnehmer/innen mit Schulversäumnissen zusammenzutragen und zu diskutieren,

die (noch zu wenigen) empirischen Erkenntnisse über den Umfang von Schulversäumnissen vorzustellen,

die rechtlichen Rahmenbedingungen für Schulversäumnisse darzustellen und die Zuständigkeiten herauszuarbeiten, die sich daraus für Eltern, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, die Schulverwaltung, die Jugendhilfe und die Polizei ergeben sowie

vorliegende Konzepte und Empfehlungen für den Umgang mit Schulversäumnissen zur Kenntnis zu nehmen und zu diskutieren.

  Die Veranstaltung gibt Gelegenheit zum Austausch und informiert über Ursachen und mögliche Interventionsstrategien bei Schulversäumnissen.
Referent/innen: Luitgard Janz (Sozialpädagogin, Systemische Beraterin)
Termin: Termine nach Vereinbarung möglich
Ort: München
Teilnehmer/innen: maximal 25
Kosten: EUR 89,–
Anmeldung: online hier
 
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