"Die Welt ist nicht, wie sie ist, sondern wie wir sind."
E. von Hirschhausen  
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SCHILF - Schulinterne Lehrerfortbildung:
Konfrontative Pädagogik – Umgang mit aggressiven Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden
Die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit aggressiven und gewaltbereiten Kindern und Jugendlichen hat sich von einer zunächst periodenhaften Erscheinung zu einem Dauerthema mit spezifischen Belastungsproben entwickelt. Überforderungen der pädagogischen Fachkräfte sind hierbei keine Seltenheit.

In unserer langjährigen Arbeit mit Gewalttätern konnten wir erfolgreich Methoden erproben, die helfen, gewaltaffine Situationen zu verhindern oder zu deeskalieren. Das Methodenspektrum der ?Konfrontativen Pädagogik" reicht von Deeskalations-, Mediationsverfahren bis hin zu konfrontativ-provokativen Methoden aus dem Anti-Aggressivitäts- und Coolness-Training.

Unsere Erfahrungen der letzten Jahre haben verdeutlicht, dass erst eine fachliche Kombination der unterschiedlichen Ansätze, den zahlreichen Erscheinungsformen und der Komplexität von Gewalttaten gerecht werden. In der Zusatzqualifikation werden die Methoden zu einem im Alltag praktikablen und erfolgreichen ?konfrontativen Arbeitsstil" gebündelt.

Das Qualifizierungskonzept berücksichtigt neben der persönlichen Kompetenzerweiterung im Sinne einer grundsätzlichen Haltung, auch Fragen der Organisationsentwicklung, denn ein abgestimmter und effektiver Ordnungsrahmen in Schulen und Einrichtungen, trägt zur Minderung aggressiver Verhaltensweisen bei. So steht für die unterschiedlichen Phänomene gewalttätigen Verhaltens ein umfassendes und differenziertes Handlungsset zur Verfügung.
Inhalte: Ziele:
Die Qualifizierung beinhaltet folgende Themen:

1. Handlungstheoretische Zusammenhänge

Aktuelle Erklärungszusammenhänge von Gewalt

Theorie und Anwendungspraxis von Anti-Aggressivitäts-Training/Coolness-Training und Deeskalation

Auseinandersetzung mit Bedürfnissen, Gefühlen und Interessen von Gewalttätern


2. Training von Methoden und Techniken

Methoden der Grenzziehung im Alltag zur Normverdeutlichung

Training von handlungspraktischen Regeln und Strategien mit dem Ziel zukünftiger Gewaltfreiheit

3. Organisationsentwicklung, ein Modul der Gewaltprävention

Analyse krisen- und gewaltfördernder Aspekte in Institutionen

Entwicklung eines institutionellen Interventionskonzeptes und Ordnungsrahmens

Transfer der erlernten Methoden in den pädagogischen Alltag

  Zielsetzung:

Das zweitägige Einführungsseminar verbindet theoretische Hintergründe und praktische Methodenanwendung. Sie ist vor allem praxis- und selbsterfahrungsbezogen angelegt. Es werden konfrontative Interventionsstrategien (der heiße Stuhl und andere Techniken) geübt und somit auch selbst erfahren. Die Selbsterfahrung bringt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mehr Sicherheit im Umgang mit gewalttätigen jungen Menschen.

Die Qualifizierung richtet sich an pädagogische Fachkräfte, die einer konfrontativen Grundhaltung positiv gegenüberstehen. Eine Ausgewogenheit zwischen Männer und Frauen wird angestrebt.
Zielgruppe: Lehrer/innen und pädagogische Fachkräfte aus dem schulischen Bereich sowie der Schulsozialarbeit, Fachkräfte aus der stationären, teilstationären und ambulanten Jugendhilfe, Bewährungshilfe
Referent/innen: Markus Brand (Sozialarbeiter, Anti-Aggressivitäts-Trainer und Ausbilder); Reiner Gall (Sozialpädagoge, Anti-Aggressivitäts-Trainer und Ausbilder)
Termin: Termine nach Vereinbarung möglich
Ort: München
Teilnehmer/innen: maximal 20
Kosten: EUR 189,– pro Person
Anmeldung: online hier
 
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