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Berufsbegleitende
Zusatzqualifizierung
Zertifizierte Ausbildung in Mediation
2013
Bei
Mediation handelt sich um einen Weg
der Konfliktlösung, der in vielen
Arbeitsfeldern und Lebensbereichen
erfolgreich angewendet werden kann.
Mediation heißt wörtlich
übersetzt Vermittlung. Gemeint
ist die Vermittlung in Streitfällen
durch unparteiische Dritte, die von
allen Seiten akzeptiert werden. Die
MediatorInnen helfen den Konfliktbeteiligten,
eine einvernehmliche Lösung ihrer
Konflikte zu finden. Aufgabe der MediatorInnen
ist es also nicht, ein Urteil zu sprechen
oder einen Schiedsspruch zu fällen;
vielmehr geht es darum, die Konfliktparteien
(mittels Empowerment, Allparteilichkeit
und geeigneten Gesprächsführungsmethoden)
zu unterstützen, selbstständig
und eigenverantwortlich eine ihren
Interessen und Bedürfnissen entsprechende
faire, genaue, klare und nachhaltige
Konfliktlösung zu erarbeiten.
Mediation hat in Deutschland einen
„Siegeszug“ durch verschiedene
Felder angetreten und ist inzwischen
besonders in der Familienmediation
(bei Trennung und Scheidung), Arbeitsplatzmediation,
in Wirtschaftsmediation, Schulmediation,
im Täter-Opfer-Ausgleich sowie
in der interkulturellen Mediation
weit verbreitet. Die Zusatzausbildung
orientiert sich an den Standards des
Bundesverbandes Mediation e.V. (BM)
und wird entsprechend anerkannt bzw.
zertifiziert. Bereits während
der Ausbildung wird Mediation praktiziert
und werden Falldokumentationen erstellt.
Ziele
In der vorliegenden, konzeptionell
ausgereiften und bewährten Ausbildung
(in Kooperation von INPUT e.V. und
dem langjährig tätigen und
erfahrenen Mediationsinstitut KOMED
www.komed-muenchen.de)
werden die TeilnehmerInnen befähigt,
als MediatorInnen in den o. g. Feldern
frei- oder nebenberuflich tätig
zu werden oder die erworbenen Kompetenzen
innerhalb der eigenen Institution,
in Schule, Jugendhilfe etc., im Rahmen
von Konfliktmanagement z.B. in der
Personalarbeit, oder als Betriebs-
und Personalrat, als Leiter/in etc.
anzuwenden. Die Ausbildung ist als
Modulsystem aufgebaut. Diese Konzeption
ermöglicht auch denen die Teilnahme,
die nicht die gesamte Ausbildung absolvieren
wollen, sich aber für ein einzelnes
Seminar interessieren.
Inhalte der Kursblöcke:
Modul 1 Mediation? Was ist das? Grundlagenseminar
Modul 2 Alle reden von Gesprächsführung:
Lösungsorientierte Gesprächsführung
Modul 3 Kultur des Streitens/Konfliktstrategien/Die
Illusion der Neutralität
Modul 4 Mobbing und andere Nettigkeiten.
Mediation am Arbeitsplatz
Modul 5 Macht, Liebe, Geld !? (Trennungs-/Scheidungsmediation)
M odul 6 Systemisches Arbeiten in
der Mediation (am Beispiel Schule):
Mediatoren statt Gladiatoren. Mediation
in der Schule
Modul 7 Mediation und Moderation bei
Konflikten in Gruppen und Teams
Modul 8 Abschlusskolloquium: „Hier
stehe ich und will nicht anders“
Modul
1 Mediation? Was ist das?
• Sinn und Zweck der Mediation
• Chancen und Grenzen der Mediation
• Arbeitsformen und Methoden
der Mediation
• Phasenmodell der Mediation
• Einsatzgebiete der Mediation
• Theorie des Konflikts; verschiedene
Konfliktformen
• Erstgespräche und Kontraktgestaltung
in der Mediation
Modul
2 Alle reden von Gesprächsführung!
Doch wer tut es?
• Axiome, Methoden und Fragetechniken
der (systemischen) Gesprächsführung
• Gesprächshaltung, Selbst-
und Fremdwahrnehmung
• Menschenbild und Methoden
der klientenzentrierten Gesprächsführung
• Kommunikationsmodell nach
Schulz von Thun
• Gesprächsführung
„in Bewegung“: Freude
an der Lösungsorientierung mit
kreativ-analogen Methoden
• Vertrauensbildende Maßnahmen,
Körpersprache und Rapport
• Mediationsrollenspiele und
kollegiale Beratung
- Akquise von Fällen
Modul
3 Kultur des Streitens (Konfliktstrategien)/Die
Illusion der Neutralität
- Funktion und positive Aspekte des
Konflikts
- Das Harvard-Konzept: Verhandlungsoptionen
und -übungen
- Modell der Konflikteskalation und
-deeskalation
- Psychosoziale Fallen und kognitives
Dilemma
- Definition und Verständnis
von Neutralität und Allparteilichkeit
- Vereinnahmungstendenzen in der Mediation
und mögliche Interventionen
- Neutralität im eigenen Normen-
und Wertesystem
- Wut- und Ärgermanagement
Modul
4 Mobbing und andere Nettigkeiten.
Mediation am Arbeitsplatz
• Mobbing, Definition und Abgrenzung
von Arbeitsplatzkonflikten
• Arbeitsplatzkonflikte –
Ursachen und Formen
• Rollenklärung
• Wirkprinzipien und hierarchische
Einbindung von Arbeitsplatzkonflikten
• Arbeitsplatzkonflikte als
spezifisches Arbeitsfeld der Mediation:
systemischer Hintergrund und Auftragsklärung
• Arbeit an Fällen der
TeilnehmerInnen (Fallbesprechungen)
• Dienst-/Betriebsvereinbarungen
und Mediation; innerbetriebliche Schlichtungsmodelle
• Arbeitsrechtlicher Hintergrund
bei Konflikten/Mobbing
Modul
5 Macht, Liebe, Geld? (Trennungs-
und Scheidungsmediation)
• Lebenszyklen und Krisen in
der Partnerschaft
• Trennungsphasen und die Frage
von Schuld im Partnerschaftskonflikt
• Belastungen und Dynamik von
Trennung, sowie die Wirkung auf den
Mediationsprozess verstehen
• Aspekte des Ehe-/Familienrechts
in der Trennungs-/Scheidungsmediation
• Mediationsphasen in der Trennungs-
und Scheidungsmediation
• Eigenerfahrung: mögliche
Blockaden, Umgang mit heftigen Emotionen
• Wie Kinder Trennung und Scheidung
erleben und bewältigen können
• Mediationsrollenspiele
Modul
6 Systemisches Arbeiten in der Mediation
(am Beispiel Schule): Mediatoren statt
Gladiatoren. Mediation in der Schule
• Zum Wirkgefüge von Organisation
und Mediation
• System Schule und Schulkultur
• Prinzipien und Arbeitsansätze
der systemischen Organisationsentwicklung
für die Mediation
• Besonderheiten in der Mediation
mit Kindern und Jugendlichen
• Peer Education und Peer Mediation
– Streitschlichtermodelle exemplarisch
als systemische Schulentwicklung verstanden
und praktiziert
• Phasen der Etablierung von
Schülerstreitschlichtungsprojekten
• Eignung, Auswahl, Ausbildung
und Coaching der Peer MediatorInnen
• Chancen und Grenzen von Schulmediation
Modul
7 Mediation und Moderation bei Konflikten
in Gruppen und Teams
• Phasen der Gruppenmediation
• Methoden und Werkzeuge für
Teams und Gruppen
• Merkmale der Entwicklung von
Gruppen
• Bedürfnisse in und Erfahrungen
mit Gruppen
• Besonderheiten in der Mediation
von Großgruppen
Modul
8 Abschlusskolloquium: „Hier
stehe ich und will nicht anders“
• Eigene Standortbestimmung
und Perspektiven als MediatorIn
• Best of: Methodenkoffer der
Mediation
• Die Gestaltung von Abschlüssen
und Abschieden in der Mediation
• Besprechung/Auswertung der
geleisteten Fallarbeit und -dokumentationen
• Feedback der AusbilderInnen
zu Persönlichkeit, Stärken
und Potential der TeilnehmerInnen
• Evaluation der Gesamtausbildung
• Aushändigung der Teilnahmebescheinigungen
oder Zertifikate
Bestandteile
Die Ausbildung umfasst 180 (ohne Supervision)
bzw. 210 Zeitstunden (mit Supervision):
160 Seminarstunden (120 davon entfallen
auf Grundlagen der Mediation, 40 auf
spezifische Einsatzgebiete bzw. auf
Vertiefungsseminare in speziellen
Feldern der Mediation wie z.B. Arbeitsplatzmediation,
Trennungs- und Scheidungsmediation,
Schulmediation), 20 Stunden kollegiale
Beratung/Intervision (selbstorganisiert,
kostenfrei), 30 Stunden Supervision
(Voraussetzung für die Teilnehmer/innen,
welche die Zertifizierung durch den
Bundesverband Mediation e.V. anstreben).
Methoden Eine lebendige, aktivierende
und erfahrungsorientierte Weiterbildungsarbeit,
die aus interessanter Abwechslung
von theoretischer Wissensvermittlung,
praktischen Übungen, Rollenspiel,
Planspiel, Skulpturarbeit, Kleingruppenarbeit,
Plenumsdiskussion besteht. Es werden
besonders Methoden aus der Systemtheorie,
der humanistischen Psychologie (Familientherapie,
Transaktionsanalyse, non-direktive
Gesprächsführung), der Organisationsentwicklung
und dem kreativ-analogen Arbeiten
vermittelt und angewandt.
Zielgruppe Fachkräfte
aus unterschiedlichen Branchen (aus
dem Profit- wie dem Nonprofitbereich):
(Sozial-)Pädagog/innen, Moderator/innen,
Psycholog/innen, Jurist/innen, Erzieher/innen,
Berater/innen, Betriebs- und Personalräte,
Leiter/innen, Mitarbeiter/innen im
Personalwesen usw.
Teilnahmevoraussetzung
Mindestens 3-jährige Berufserfahrung,
Bereitschaft zur Eigenerfahrung, Teilnahme
an einem kostenlosen Vorgespräch
zum Kennenlernen und zur Erwartungsabklärung
Referent/innen
Anja Köstler, Dipl.-Sozialpädagogin
(FH), Mediatorin und Ausbilderin für
Mediation BM, Team- und Organisationsentwicklung
Angela Maier, Dipl.-Sozialpädagogin
(BA), Supervisorin (DGSv), Lehrsupervisorin,
Mediatorin und Ausbilderin für
Mediation BM
Iris Fillie Utz, Dipl.-Sozialpädagogin,
M.A. Mediation, Familien- und Paartherapeutin
(DGSF), Mediatorin (BM), Supervisorin
Georg Vogel, Dipl.-Sozialpädagoge
(FH), Mediator und Ausbilder für
Mediation (BM), Familientherapeut
(DGSF), Supervisor (DGSv)
Abschluss Teilnahmebescheinigung
oder Zertifikat von KOMED. Die Anerkennung
und Zertifizierung durch den Bundesverband
Mediation e.V. kann auf dieser Basisi
dannindividuell beantragt und erhalten
werden.
Organisatorisches
Dauer: Die Zusatzausbildung
umfasst acht Module (24 Tage).
Beginn:2013
Teilnehmer/innen:
maximal 18
Ort: München
(S-Bahn-Bereich)
Kosten: 3297,–
EUR (ohne Supervision); zahlbar in
drei Raten. Die Zertifizierung bei
KOMED kostet 50,– EUR Bearbeitungsgebühr.
Die Ausbildung ist für TeilnehmerInnen
aus der Kinder- und Jugendhilfe/-arbeit
umsatzsteuerbefreit. Für die
Teilnahme an einzelnen Modulen beträgt
der Preis je Seminar 415,00 Euro.
Informationsabend:
wird noch bekannt gegeben
Anmeldeschluss: wird
noch bekannt gegeben
Info/Anmeldung: Georg
Vogel, KOMED München, Brucknerstr.
24, 81677 München, Tel. (089)74793004,
GeorgVogel@t-online.de,
www.komed-muenchen.de
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