"Die Welt ist nicht, wie sie ist, sondern wie wir sind."
E. von Hirschhausen  
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Berufsbegleitende Zusatzqualifizierung
Zertifizierte Ausbildung zum Jungenarbeiter

Jungen brauchen auch Männer...
Denn nur Männer wissen, wie es ist, ein Junge zu sein. Sie kennen insbesondere die Ängste, Wünsche und Nöte von Jungen. Aber mit Fußballspielen allein ist es in der Arbeit mit Jungen nicht getan. Was brauchen Jungs von heute für ihren weiteren Lebensweg? Wie können wir sie da abholen, wo sie stehen? Wie kann „Mann“ als Lehrer oder Sozialpädagoge Jungen gezielt fördern? Wer mit Jungen in der Schule oder in der Jugendhilfe professionell arbeiten will, braucht neben theoretischem Basiswissen ein weites Methodenrepertoire. In der „Zertifizierten Zusatzausbildung zum Jungenarbeiter“ bieten wir Lehrern und männlichen pädagogischen Fachkräften die Möglichkeit, sich in dem Bereich zu qualifizieren. Sie erwerben hier eine einschlägige Schlüsselqualifikation zur geschlechtsspezifischen Arbeit mit Jungen. Sie ermöglicht es ihnen professionell mit Jungen, männlichen Jugendlichen und jungen Männern zu arbeiten, z. B. in der Kinder- u. Jungendarbeit, ambulante und stationäre Jugendhilfe, Schulsozialarbeit, Schule, Kindertagesstätte, Hort. .

Nutzen der Zusatzausbildung
Sie arbeiten kompetent, souverän und professionell mit Jungen. Sie haben einen differenzierten Blick für die spezifischen Lebens- und Problemlagen, in denen sich Jungen befinden und finden hier Zugang. Sie beherrschen Methoden, die zu Ihnen, Ihrem Arbeitsfeld und zu den Jungen passen, mit denen Sie es zu tun haben. Das ermöglicht Ihnen, Stärken und Ressourcen der Jungs zu erkennen und sie individuell zu fördern. Sie setzen sich Ziele für die Arbeit mit Jungen und wissen, wie Sie ihre Ziele erreichen können. Sie sind sich den Facetten Ihres Mannseins in der Bedeutung Ihrer Arbeit mit Jungen bewusst. Sie übernehmen Verantwortung für sich und für Ihre Arbeit mit den Jungen.

Ziele der Zusatzausbildung
Sie erhalten praxisrelevante Informationen: über das Jungesein heute, die Lebenslagen von Jungen, Geschlechtertheorien und über die geschlechtsbezogene pädagogische Arbeit mit Jungen.
Sie erwerben Methoden zur Umsetzung von geschlechtsreflektierter Jungenarbeit.
Sie bekommen Kompetenzen vermittelt, wie Jungenarbeit konzeptionell umgesetzt werden kann.
Sie reflektieren Ihre pädagogische Praxis mit Jungen und evaluieren neue Ansätze im eigenen Berufsfeld.
Sie setzen sich mit Ihrer Person, Ihrer Rolle als Mann und mit Ihrer Professionalität in der Arbeit mit Jungen auseinander.

Inhalte der Seminarblöcke
Modul 1: „Basics“ – Einführung und Grundlagen der Jungenpädagogik
Modul 2: Von der Theorie zur Praxis
Modul 3: Jungen im Besonderen zwischen Kultur und Biographie
Modul 4: Förderung der Jungen in der Schule
Modul 5: Körper, Gesundheit und Sexualität
Modul 6: Laute und leise Zugänge zur Jungenarbeit
Modul 7: Jungenkultur, Aggression und Gewalt
Modul 8: Ausblick, Rückblick, Abschluss

Methoden
Alle Module mit Praxistransfer, Vortrag, Einzelarbeit, Plenumarbeit, (jungenspezifische) Methoden, Intervisionsgruppen, Bearbeitung und Dokumentation eines persönlichen Projekts, Literaturstudium, Aufgaben zur Vor- oder Nachbereitung

Bestandteile
Die Zusatzausbildung umfasst 8 Seminare mit jeweils 2,5 Tagen, Intervisionsgruppen, Bearbeitung und Dokumentation eines persönlichen Projekts, Kolloquium.

Referenten
Fachliche Leitung: Dr. Reinhard Winter (Pädagoge). Gastreferenten aus Hochschule und Praxis werden zu einzelnen Themen hinzugezogen.

Zertifikat
Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat des Institut für Fort- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung (IF) der Katholischen Stiftungsfachhochschule München.

Kooperationspartner
Die Zusatzausbildung wird in Kooperation mit dem Stadtjugendamt München / Beauftragter für Belange von Jungen und jungen Männern und dem Schulreferat der LH München, Abteilung Realschulen durchgeführt.

Zielgruppe Die Zusatzqualifizierung wendet sich an männliche hauptamtliche Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe, der sozialen Arbeit, aus Bildungseinrichtungen und Lehrer.

Teilnahmevoraussetzung

Fachliche pädagogische Ausbildung und mindestens drei Jahre Berufserfahrung sowie aktuelle Arbeit mit Jungen

Organisatorisches
Leitung: Ferdinand Walser M.A.
Organisation: INPUT e.V.
Beginn der Ausbildung: September 2011
Ort: München und Achatswies
Teilnehmer: maximal 18
Bewerbung: Schriftliche Bewerbung mit Nachweis der Zugangsvoraussetzungen und Lebenslauf an INPUT e.V.
Kosten:2250,– Euro (Verpflegungskosten in der Tagungsstätte werden gesondert berechnet); zahlbar in drei Raten
Anmeldeschluss:

Anmeldung bei: INPUT e.V., Sandstr. 41, 80335 München, Tel. (089)29160463, E-Mail info@inputseminare

Weitere Informationen erhalten Sie von Herrn Walser bei INPUT unter Tel. (089) 29160463 oder E-Mail info@inputseminare.de
Anmeldungen richten Sie bitte schriftlich an INPUT e.V., Sandstr. 41, 80335 München oder per Fax (089) 291 34 45.

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