"Der Mensch hat dreierlei Wege
klug zu handeln: durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Erfahrung der bitterste."
Konfuzius  
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Berufsbegleitende Zusatzqualifizierung
Jungenarbeit kompakt
Zertifizierte Ausbildung zum Jungenarbeiter

Jungen brauchen (auch) Männer...
Um ihr Jungesein und ihr Mannwerden gut bewältigen zu können, brauchen Jungen Männer: Als Vorbilder, als Begleiter, als Mitfühler, zur Orientierung und um sich abzugrenzen. Männer erinnern sich oft daran, wie es ist, ein Junge zu sein. Sie kennen deren Ängste, Wünsche und Nöte aus eigener Erfahrung.
Was brauchen Jungen von heute für ihren weiteren Lebensweg, für ihr Jungesein und Mannwerden? Wie können wir sie da abholen, wo sie stehen? Wie kann „Mann“ aus seinem eigenen Erfahrungswissen schöpfen? Was können Männer Jungen an positiv Männlichem mitgeben?
Für professionelle Arbeit mit Jungen ist es aber nicht damit getan, selbst Junge gewesen zu sein. Das wichtigste Handwerkszeug in der Jungenarbeit ist der Jungenarbeiter selbst: Von seiner Person hängen Wirkung und Erfolg der Jungenarbeit ab. Er wirkt durch seine Persönlichkeit, durch seine Kompetenzen und seine Professionalität. Jungenarbeiter zu sein ist damit eine anspruchsvolle Aufgabe. Fachliche und persönliche Weiterentwicklung und die Auseinandersetzung des Pädagogen mit seiner Geschlechtlichkeit sind wesentliche Voraussetzungen für gelingende Jungenarbeit.
Wer mit Jungen in Jugendarbeit, Jugendhilfe und Schule gut und professionell arbeiten will, benötigt deshalb neben einer Grundqualifikation auch geschlechtsbezogenes Basiswissen, persönliche Kompetenzen, den jungenspezifischen „Genderblick“ und ein weites Methodenrepertoire.
In der „Zertifizierten Zusatzausbildung zum Jungenarbeiter – Jungenarbeiter kompakt“ wird männlichen pädagogischen Fachkräften die Möglichkeit geboten, sich in diesen Bereichen weiter zu entwickeln und zu qualifizieren.

Was ist Jungenarbeit? Die Thematik der Zusatzausbildung
Jungenarbeit meint die geschlechtsbezogene pädagogische Arbeit erwachsener (Fach-)Männer mit Jungen, männlichen Jugendlichen und jungen Männern. Geschlechtshomogenität ist dabei die zentrale strukturelle Intervention und grundlegende methodische Arbeitsweise: Jungenarbeit findet unter Jungen und mit männlicher Begleitung statt. Allerdings ist Geschlechtshomogenität kein Wert an sich, sondern muss gestaltet, fachlich gefüllt und gehalten werden, damit sie Jungen nützt und in der Arbeit mit Jungen positiv wirksam wird.

Nutzen der Zusatzausbildung
Sie arbeiten kompetent, souverän und professionell mit Jungen. Sie verstehen Jungen "als Jungen", haben einen differenzierten Blick für die spezifischen Lebens- und Problemlagen, in denen sich Jungen befinden und finden hier Zugang. Sie beherrschen Methoden, die zu Ihnen, Ihrem Arbeitsfeld und zu den Jungen passen, mit denen Sie es zu tun haben. Das ermöglicht Ihnen, Stärken und Ressourcen der Jungs zu erkennen und sie individuell zu fördern. Sie setzen sich Ziele für die Arbeit mit Jungen und wissen, wie Sie ihre Ziele erreichen können. Sie sind sich den Facetten Ihres Mannseins in der Bedeutung Ihrer Arbeit mit Jungen bewusst. Sie übernehmen Verantwortung für sich und für Ihre Arbeit mit den Jungen.

Ziele der Zusatzausbildung
Sie erhalten praxisrelevante Informationen: über das Jungesein heute, die Lebenslagen von Jungen, Geschlechtertheorien und über die geschlechtsbezogene pädagogische Arbeit mit Jungen.
Sie erwerben Methoden zur Umsetzung von geschlechtsreflektierter Jungenarbeit.
Sie bekommen Kompetenzen vermittelt, wie Jungenarbeit konzeptionell umgesetzt werden kann.
Sie reflektieren Ihre pädagogische Praxis mit Jungen und evaluieren neue Ansätze im eigenen Berufsfeld.
Sie setzen sich mit Ihrer Person, Ihrer Rolle als Mann und mit Ihrer Professionalität in der Arbeit mit Jungen auseinander.

Fachgebiete und Anwendungsfelder
Sie erwerben einschlägige Schlüsselqualifikationen zur geschlechtsspezifischen Arbeit mit Jungen. Sie ermöglicht es ihnen professionell mit Jungen, männlichen Jugendlichen und jungen Männern zu arbeiten, z.B. in der Kinder- u. Jungendarbeit, der ambulanten und stationären Jugendhilfe, in Schulsozialarbeit, Schule, Kindertagesstätte, Hort.

Ethisches Selbstverständnis
Wir gehen davon aus, dass Menschen respektvoll, spielerisch und durch aktive Teilnahme lernen. Eine gute Atmosphäre, die auf Vertrauen im gemeinsamen Handeln basiert, fördert die persönliche und fachliche Entwicklung der Teilnehmer. Fachliches und methodisches Handwerkszeug ist der Schlüssel für professionelle Handlungskompetenz.

Inhalte der Seminarblöcke

  Inhalte der Seminarblöcke Termin
Seminar 1 "Die Basics“ - Einführung und Grundlagen der pädagogischen Arbeit mit Jungen 27. - 29. September 2012
Seminar 2 Lebenslagen, Jungenleben - Von der Theorie zum Jungen zur Praxis 22. - 24. November 2012
Themenmodul 1 Jungen in der Schule 19. - 20. Februar 2013
Themenmodul 2 Körper, Liebe, Sex 14. - 15. März 2013
Seminar 3 Jungesein und Migration - eine doppelte Hypothek? 25. - 27. April 2013
Themenmodul 3 Aggression, Gewalt, Aggressionskultivierung 17. - 18. Juli 2013
Themenmodul 4 Praxis, Praxis, Praxis 12. - 13. September 2013
Seminar 4 „Reflektierte Praxis“ - Reflexion der Praxisprojekte und -erfahrungen, Rückblick, Abschluss 14. - 16. November 2013

Methodik und Didaktik
Alle Module mit Praxistransfer, Vortrag, Einzelarbeit, Plenumsarbeit, (jungenspezifische) Methoden, Intervisionsgruppen, Bearbeitung und Dokumentation eines persönlichen Projekts, Literaturstudium, Aufgaben zur Vor- oder Nachbereitung


Bestandteile der Zusatzausbildung
Die Zusatzausbildung gliedert sich in vier Seminarblöcke mit jeweils drei Tagen (Seminar 1 bis 4) sowie zwei Themenmodule mit jeweils zwei Tagen, die aus einem Angebot von vier Themenmodulen ausgewählt werden können. Zwischen den Modulen finden (mindestens) fünf Treffen (jeweils mindestens 3 Stunden) in selbstorganisierten Intervisionsgruppen statt.
Vor- oder Nachbereitung sind ebenfalls verbindliche Elemente der Zusatzausbildung.

Referenten
Fachliche Leitung: Dr. Reinhard Winter (Pädagoge). Gastreferenten aus Hochschule und Praxis werden zu einzelnen Themen hinzugezogen.

Zertifikat
Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat des Institut für Fort- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung (IF) der Katholischen Stiftungsfachhochschule München.

Kooperationspartner
Die Zusatzausbildung wird in Kooperation mit dem Institut für Fort- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung (IF) der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, dem Stadtjugendamt München / Beauftragter für Belange von Jungen und jungen Männern durchgeführt.

Zielgruppe der Zusatzausbildung

Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe, der sozialen Arbeit, Lehrer aus allen Schularten, Mitarbeiter der außerschulischen und der beruflichen Bildungseinrichtungen, sowie Fachkräfte im Ausbildungsbereich


Teilnahmevoraussetzung

Fachliche pädagogische Ausbildung und mindestens drei Jahre Berufserfahrung sowie aktuelle Arbeit mit Jungen

Organisatorisches
Leitung: Ferdinand Walser M.A.
Organisation: INPUT e.V.
Beginn der Ausbildung: 27.–29. September 2012
Ort: München
Teilnehmer: maximal 18
Bewerbung: Schriftliche Bewerbung mit Nachweis der Zugangsvoraussetzungen, Motivationsschreiben und Lebenslauf an INPUT e.V.
Kosten: 1890,– Euro (eventuell entstehende Kosten in einer Tagungsstätte werden gesondert berechnet); zahlbar in drei Raten (ermäßigt für Mitarbeiter im Bereich des Jugendamts München)
Anmeldeschluss: 27. August 2012
Anmeldung bei: INPUT e.V., Sandstr. 41, 80335 München, Tel. (089)29160463, E-Mail info@inputseminare.de

Weitere Informationen erhalten Sie von Herrn Walser bei INPUT unter Tel. (089) 29160463 oder E-Mail info@inputseminare.de
Anmeldungen richten Sie bitte schriftlich an INPUT e.V., Sandstr. 41, 80335 München oder per Fax (089) 291 34 45.

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INPUT e.V. | Sandstr. 41 | 80335 München | fon 089.291.604.63 | fax 089.291.344.5 | mail info@inputseminare.de